Manebach ist ein Straßendorf mit rund 1.250 Einwohnern, das sich auf gut 500 Metern Höhe durch das Tal der Ilm zieht. Ringsherum Wald und Berge bis hinauf zum Kickelhahn. Seit 1994 gehört der Ort zu Ilmenau, seit 1988 ist er staatlich anerkannter Erholungsort – und 2026 feiert er 675 Jahre seit seiner ersten Erwähnung.
Wer hier ankommt, merkt schnell: Das ist kein Ferienort, der für Gäste gebaut wurde. Das ist ein Dorf, in dem Menschen wohnen – und in dem Gäste willkommen sind, seit 1865 die ersten Sommerfrischler kamen.
Der Ort in Kurzform
- Rund 1.250 Einwohner, Ortsteil von Ilmenau, rund vier Kilometer vom Zentrum
- Bahnhof im Ort: am Wochenende mit dem RennsteigShuttle zum Rennsteig, täglich mit dem Bus 300 nach Ilmenau und Stützerbach
- Der Goethewanderweg führt hindurch
- Der Ilmtal-Radweg verläuft durch den Ort
- Der Kickelhahn liegt oberhalb
Was es in Manebach zu sehen gibt
Das Kantorhaus. In seinem Garten in der Goethestraße 13 zeichnete Goethe am 30. August 1777 „das Bild vom Manebach“ für Charlotte von Stein. Eine Gedenktafel erinnert daran, und der Goethewanderweg führt direkt vorbei.
Die Manebacher Masken. Die eigentliche Handwerkstradition des Ortes: 1832 entstand hier die erste Fabrik für Masken aus Pappmaché, um 1925 arbeiteten mehrere hundert Menschen in der Maskenherstellung. Eine Ausstellung im Haus des Gastes (Kalter Markt 5a) erzählt davon; von Mai bis Oktober gibt es öffentliche Führungen.
Die Kirche „Zum Kripplein Jesu“. 1682 erbaut, mit einer Orgel von 1858 und seit 1979 unter Denkmalschutz.
Der Schwalbenstein und der Große Hermannstein. Zwei Felsen hoch über dem Tal, beide am Goethewanderweg. Am Schwalbenstein schrieb Goethe 1779 an einem Tag den vierten Akt der „Iphigenie“; heute steht dort eine Schutzhütte mit Blick über das Ilmtal. Auf den Großen Hermannstein (771 m) führt eine Leiter zu einer Aussichtsplattform, darunter liegt eine kleine Höhle, die Goethe seinen Lieblingsplatz nannte.
Das Wassertretbecken. Für eine kalte Erfrischung nach der Wanderung – die Saison beginnt Anfang Mai.
Der Geo-Podcast-Wanderweg. Seit Kurzem führt ein Hörwanderweg durch den Ort: 13 Stationen mit QR-Codes erzählen, wie diese Landschaft entstanden ist, dazu gibt es vier Stempelstationen. Alles zum Geo-Podcast-Wanderweg.
Einkaufen und Essen in Manebach
Für das Nötigste gibt es den Dorfladen ILM-Markt in der Goethestraße mit vielen regionalen Produkten und einem Paketshop. Für den großen Einkauf fahren Sie nach Ilmenau zu Kaufland oder REWE.
Zum Essen empfehlen wir:
- CaLi Kulturbahnhof im alten Bahnhofsgebäude: lateinamerikanische und wechselnde internationale Küche, dazu Livemusik, Vorträge und Workshops. Geöffnet Do 17–22, Fr 17–24, Sa 12–24 und So 12–21 Uhr. cali-kulturbahnhof.de
- Waldgasthof Schöffenhaus oberhalb des Ortes auf 682 Metern, seit 1907 Ausflugsgaststätte, bekannt für die „Manebacher Forelle“. Geöffnet Mo, Di und Fr–So 11–20 Uhr, Mi und Do Ruhetag. waldgasthof-schoeffenhaus.de
- Waldgasthaus Mönchhof auf der Höhe Richtung Elgersburg. Geöffnet Mi–So, Mo und Di Ruhetag. waldgasthaus-moenchhof.de
- Forellenhof und Naturcamp Meyersgrund im Tal oberhalb von Manebach sowie die Berggaststätte auf dem Kickelhahn.
Die Tourist-Information im Haus des Gastes ist montags sowie donnerstags und freitags am Mittag geöffnet.
Manebach im Jahreslauf
Im Frühling wird am 30. April am Bahnhof der Maibaum gestellt, Anfang Mai öffnet das Wassertretbecken. Im Sommer gibt es ein Kinderfest, Anfang August das Hoffest am ILM-Markt und den Geburtstag des CaLi Kulturbahnhofs. Im Herbst färbt sich der Wald rund um das Tal, und im Winter liegt oft Schnee – dann lockt der Kickelhahn mit Loipen und Winterwanderwegen. Den Abschluss macht der Weihnachtsmarkt am Bahnhof kurz vor Weihnachten. Alle Termine stehen im Veranstaltungskalender des Ortes.
Bei uns wohnen
Wir vermieten in Manebach zwei Ferienobjekte auf einem Grundstück. Benannt sind sie nach dem Hotel, das meine Urgroßmutter 1913 hier im Ort erbauen ließ, und nach meiner Mutter, die dort gearbeitet hat. Die ganze Geschichte steht auf der Seite Über uns.
Stand: September 2026. Öffnungszeiten und Fahrpläne ändern sich – bitte vor Ihrem Ausflug kurz nachsehen.
Weitere Infos: Ortsporträt der Stadt Ilmenau · Ausstellung zur Maskenherstellung · Wikipedia-Artikel zum Ort · Offizielle Ortsseite
Bildnachweis: Blick auf Manebach im Tal der Ilm bei Ilmenau – Foto: Aschroet / Wikimedia Commons, CC0


